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Nähmaschine ölen – Die Schritt für Schritt Anleitung


Der Großteile der mechanischen Geräte benötigt ein gewisses Maß an Pflege. Das betrifft logischerweise auch eine Nähmaschine. Egal welcher Nähmaschinen-Hersteller, welches Modell oder welche Art von Nähmaschine Du besitzt oder ob Dein Gerät computergesteuert oder mechanisch funktioniert, alle Nähmaschinen benötigen eine gewisse Menge an Pflegemaßnahmen. Dazu zählt auch das Nähmaschine Ölen.

Natürlich hängen die einzelnen Anweisungen und Herangehensweisen von unterschiedlichen Faktoren ab und variieren von Hersteller zu Hersteller, von Modell zu Modell und von Nähmaschinen-Typ zu Nähmaschinen-Typ.

Trotzdem gibt es grundlegendes Wissen und Vorgehensweisen die nahezu auf jede Nähmaschine zutreffen.

Nähmaschine ölen Blogartikel

Da es allerdings in diesem Artikel ausschließlich um das Nähmaschine Ölen geht, werden weitere Reinigungsprozesse übersprungen.

Das Nähmaschine Reinigen ist aber als einer der ersten Schritte essenziell und die hier vorgestellte Vorgehensweise baut darauf auf. Deshalb solltest Du nochmals zum Blogeintrag Nähmaschine reinigen zurückspringen und Dir zumindest die wichtigsten und grundlegendsten Schritte der Nähmaschinen Reinigung durchlesen.

Hast Du Dich jedoch schon über die vorangegangen Schritte informiert und weißt, was Du tust, dann kannst Du ohne weiteres mit diesem Blogeintrag Nähmaschine ölen fortfahren.

Viel Spaß beim Lesen!

WARNUNG!

Noch eine Sache vorab: Einige Hersteller empfehlen das Ölen der Nähmaschine nicht. Informiere Dich ausgiebig und gründlich, wie Du die Pflege mit Deiner Nähmaschine handhaben musst.

Auch ein Blick in die Bedienungsanleitung, die Gebrauchsanweisung und die Warnhinweise, würden sich wahrscheinlich lohnen. Solltest Du nicht fündig geworden sein, dann kontaktiere den Hersteller.


Wozu eine Nähmaschine ölen?

Eigentlich ist diese Frage total logisch und eigentlich müsste man nicht näher auf diesen Punkt eingehen. Dennoch wollen wir keine einzige Tatsache auslassen, mag sie auch noch so unwichtig erscheinen.

Nun aber zurück zur Frage: Wozu eine Nähmaschine ölen? Die Antwort ist sehr simpel und schnell beantwortet. Sobald bei einem Gerät Reibung und dadurch Abnutzung und Verschleiß entsteht, muss geschmiert werden, damit der Abrieb so gering wie möglich ist.

Ein gutes Beispiel wäre ein Verbrennungsmotor in einem Auto. Dieser muss ebenso mit Öl versorgt werden, damit der Motor reibungslos funktionieren und der Verschleiß so gering wie möglich gehalten werden kann. Auch nach einer bestimmten Kilometeranzahl ist es empfehlenswert, einen Ölwechsel durchzuführen.

Das ist auch bei der Nähmaschine ähnlich. Dort wird ebenso neues Schmiermittel hinzugegeben, damit das alte Öl oder Fett ersetzt werden und das neue seine Aufgaben wieder zur vollsten Zufriedenheit erledigen kann.


Woran erkennst Du eine notwendige Fettung?

Sollte Deine Nähmaschine während des Betriebs anfangen zu quietschen, dann wird es allerhöchste Eisenbahn, die Nähmaschine wieder auf Vordermann zu bringen. Normalerweise macht sich eine notwendige Fettung der Nähmaschine nicht unmittelbar bemerkbar. Manchmal kann man es dennoch an der Schwergängigkeit des Handrads bemerken.

Grundsätzlich sollte man es, wenn möglich, erst gar nicht dazu kommen lassen, denn nicht nur die direkt betroffenen Verschleißteile, wie zum Beispiel die Führungsstange der Nadel, sind betroffen, sondern auch der Nähmaschinen-Motor würde durch die größere Anstrengung auf Dauer Schaden nehmen.


Wann wird das Nähmaschine Ölen relevant?

Meistens empfehlen die Hersteller, dass man die Nähmaschine einmal im Jahr professionell reinigen und fetten lassen sollte. Danach sollte diese Behandlung ein weiteres Jahr anhalten, ohne dass man etwas dazu tun müsste.

Es kommt jedoch auch darauf an, wie oft Du Deine Nähmaschine verwendest. Jemand, der aus beruflichen Gründen nahezu jeden Tag die Nähmaschine verwendet, wird womöglich mehrere Male im Jahr die Nähmaschine pflegen und warten lassen, wie jemand, der sein Gerät nur wenige Male im Jahr verwendet.


Nähmaschine ölen – Welches Öl?

Grundsätzlich muss das Öl, das Du zur Schmierung Deiner Nähmaschine verwenden solltest, kein Markenprodukt oder von einem speziellen Hersteller sein. Die einzige Sache, die das Nähmaschinen-Öl tun muss, ist die Aufgabe, die es zu erledigen hat, bestmöglich zu erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger!

Viele Markenprodukte sind sehr überteuert, was eine unnötige Geldverschwendung wäre, sich ausschließlich für diese Öle zu entscheiden. Es gibt bereits sehr gute Öle zum Preis einer Tasse Kaffee. Und von einem Feinmechaniköl hast Du mehr, als von einer Tasse Kaffee.

Ein empfehlenswertes Öl für Deine Nähmaschine, das bereits sehr gute Bewertungen erhalten hat, ist zum Beispiel das folgende Schmiermittel:

Feinmechanikeröl für die Nähmaschine

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Nähmaschine ölen Anleitung – Wie gehst Du richtig vor?

Den Ölvorgang unterteilen wir hier in zwei verschiedene Herangehensweisen für jeweils einen Teil der Nähmaschine. Zuerst beschäftigen wir uns mit der Fettung bzw. der Ölung des Oberteils der Nähmaschine, danach kommt der Unterbau dran.

1. Teil

  1. Nähmaschine ausschalten.
  2. Alle Kabel entfernen.
  3. Alle Fäden entfernen.
  4. Handrad soweit drehen, bis der Fadengeber am oberen Totpunkt angekommen ist.
  5. Entferne die Plastikabdeckung an der Seite der Nähmaschine.
  6. Benutze nun das Nähmaschinen-Öl.
  7. Um zu sehen, welche Teile sich bewegen, drehe am Handrad.
  8. Füge dann an allen Reibungs-, Führungs- und Kontakflächen einen Tropfen Öl hinzu.
  9. Setze nun die Plastikabdeckung wieder auf.
  10. Stecke die Kabel wieder ein.
  11. Schalte die Nähmaschine an.
  12. Trete das Nähmaschinenpedal, um ein paar Stiche zu erzeugen und das Öl zu verteilen, aber noch immer ohne eingefädeltem Faden.
  13. Jetzt kannst Du die Nähmaschine wieder einsetzen.

2. Teil

  1. Nähmaschine ausschalten.
  2. Alle Kabel entfernen.
  3. Nähfuß in die oberste Position bringen und entfernen.
  4. Nähnadel nach oben fahren und dann entfernen.
  5. Stichplatte entfernen.
  6. Spulenklappe öffnen und Spulenkapsel samt Spule entfernen, sodass das Spulengehäuse frei liegt.
  7. Das Handrad so weit in Körperrichtung drehen, bis sich der Greifer in der Ausgangsposition befindet.
  8. Reinigung durchführen.
  9. Öl zur Hand nehmen.
  10. Nun einen Tropfen des Öls in den Greiferschlitz geben.
  11. Die Stichplatte wieder einsetzen.
  12. Nadel wieder einsetzen.
  13. Nähfuß anbringen.
  14. Spule und Spulenkapsel in das Spulengehäuse einfügen.
  15. Nun die Spulenöffnung mit der Klappe schließen.
  16. Maschine wieder einschalten.
  17. Bevor Du wieder anfängst zu Nähen, fädle noch keinen Faden ein und bewege das Handrad, um das Öl zu verteilen. Du kannst auch das Nähmaschinenpedal dazu verwenden.
  18. Sie ist nun betriebsbereit und frisch geölt. Viel Spaß beim Nähen!


Fazit

Es gibt im Grunde genommen zwei Möglichkeiten, Deine Nähmaschine zu pflegen: Entweder Du möchtest selber Deine Nähmaschine ölen, was mit wenig Erfahrung unter Umständen nicht sehr professionell wird oder Du lässt Dein Nähgerät von einem Spezialisten reinigen, was logischerweise Geld kosten wird, dann wird Deine Nähmaschine aber auch sehr gut gewartet sein.

Wichtig ist es, immer primär die Angaben des Herstellers zu befolgen. In den meisten Fällen ist in jedem Lieferumfang eine Anleitung zur Reinigung Deiner Nähmaschine enthalten.

 

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