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Nähmaschine einstellen


Damit das Nähen einwandfrei funktionieren kann, musst Du zu aller erst die Nähmaschine einstellen. Dazu solltest Du einige Schritte kennen, dass auch alles wunderbar ablaufen wird. In diesem Blogeintrag helfen wir Dir dabei, wie Du vorzugehen hast und was Du unbedingt beachten musst.


Welche Stichmuster solltest Du verwenden?

Zu aller erst beginnen wir mit einer Einstellung, die einen Einsteiger an einer Nähmaschine am meisten begeistert. Die Rede ist von den unterschiedlichen Stichmustern! Je nach dem, was Du nähen möchtest, gibt es verschiedene Programme. Vor allem für Personen ohne Näherfahrung ist es teilweise relativ schwer, zu wissen, welches Stichmuster wann eingestellt wird.

Grundsätzlich sollte bei diesem Thema immer zwischen einer computergesteuerten Nähmaschine und einer mechanischen Nähmaschine unterschieden werden. Während ein programmiertes Geräte teilweise hunderte verschieden Funktionen anbieten kann, ist ein mechanischer Apparat durchschnittlich mit 20 unterschiedlichen Stichmustern ausgestattet. Programme, die solch eine Old-School-Nähmaschine besitzt, wären zum Beispiel:

  • Geradstich
  • Steppstich
  • Stretchstich oder Elastikstich
  • Zickzackstich
  • Overlock-Stich
  • Eine Hand voll Zierstiche
  • Blindstich
  • Stickstich
  • Knopflochstich

Die genannten Muster haben jeweils ein anderes Einsatzgebiet. Das soll heißen, dass, wenn Du die Nähmaschine einstellen möchtest, Du auch die richtige Verwendung der Sticharten beachten musst.

Steppstich und Geradstich

Der Steppstich und Geradstich sind in aller Regel die Grundstiche, für die gängigen Näharbeiten.

Elastikstich und Stretchstich

Der Elastikstich und Stretchstich sind dazu da, elastische Materialien und Gummibänder zu vernähen.

Zickzackstich

Um ein Gewebe zu versäubern oder zu applizieren, verwende dazu den Zickzackstich.

Overlock-Stich

Der Overlock-Stich, wie es der Name bereits verrät, imitiert und produziert die Naht einer Overlock-Nähmaschine.

Zierstich

Zierstiche, wie zum Beispiel der Wabenstich, sind dazu da, um dekorativ zur Geltung zu kommen.

Blindstich

Um unsichtbare Nähte herzustellen, sollte man die Nähmaschine so einstellen, dass der Blindstich zum Einsatz kommt.

Stickstich

Der Stickstich setzt eine Naht, wie Du es typischerweise vom Sticken kennst. Er kommt zum Beispiel für die Herstellung von Namensschildern zum Einsatz.

Knopflochstich

Mit Hilfe des Knopflochstichs kannst Du mit einer Vorrichtung an der Nähmaschine, ein Loch für Deinen Knopf ohne weitere Probleme nähen. Drehe dazu einfach das Stellrad auf die dafür vorgesehene Position. Weitere Informationen findest Du in unserem Blogeintrag Knopfloch nähen.


Die Stichlänge – Nähmaschine einstellen

Die verschiedenen Stichlängen musst Du an einer Nähmaschine einstellen, da unterschiedliche Gewebe auch eine unterschiedliche Beschaffenheit aufweisen und dadurch anders behandelt werden müssen.

Meistens wird ein Bereich von Null bis Vier und darüber hinaus, vom Hersteller angeboten. Die Zahlen, samt den Verwendungszwecken, sind unterschiedlich und müssen daher stets beachtet werden. Nun folgend die Zuordnung:

  • Stufe 0 bis 1 = Knopflochnähen
  • Stufe 2 = Dünnere Stoffe
  • Stufe 2 bis 4 = Stärkere Stoffe
  • Alles darüber hinaus = Für Heftstich oder Kräuselstich.
Das Stellrad für die Stichweite

Die Fadenspannung an Deiner Nähmaschine einstellen

Wie Du die Nähmaschine anpassen solltest, damit die Fadenspannung optimal eingestellt ist, wird in diesem Abschnitt beschrieben. Grundsätzlich gibt es zwei Stellrädchen an einer Nähmaschine, die Du einstellen musst, damit die Spannung Deines Garns optimal reguliert werden kann.

Wie Dir möglicherweise bereits bekannt ist, benötigst Du immer mindestens zwei Fäden für das Nähen. Dadurch musst Du zum einen die Spannung beim Oberfaden, als auch beim Unterfaden, regulieren.

Der obere Faden kannst Du mit Hilfe eines Stellrads an Deiner Nähmaschine einstellen. Viele Nähmaschinen besitzen dabei eine Spanne, von Null bis Neun, wobei Null die lockerste und Neun die härteste Einstellung ist. Der optimale Einstellungsbereich wird teilweise bereits durch den Hersteller vorgegeben und mit einer Markierung erkennbar für den Benutzer gemacht. In der Regel liegt der Wert zwischen Drei und Fünf.

Falls Du Dir unsicher bei der Einstellung sein solltest, nehme Dir einen kleinen Stofffetzen zur Hand und teste die einzelnen Optionen.

Das optimale Nahtbild sollte folgendermaßen aussehen: Die Naht ist stabil und stramm. Zu gleich sollte sie aber auch keine zusammengezurrten Stellen am Gewebe, durch den hohen Zug, hinterlassen. Der Oberfaden auf der Rückseite der Naht sollte ganz leicht wahrzunehmen sein. Mit etwas Erfahrung erkennst Du ein sauberes Nahtbild sofort.

Sollte die Fadenspannung zu straff eingestellt sein, könnte das Garn reißen. Allerdings ist das nicht immer der Grund für das Durchtrennen des Fadens. Weitere Informationen und Ursachen kannst Du in unserem Blogartikel Nähmaschine-Oberfaden reißt – Was nun? erfahren.

Der obere Fadenspanner des Nähgeräts

Die zweite Einstellung, die Du für die Fadenspannung vornehmen musst, ist die der Spulenkapsel. An dem kleinen und herausnehmbaren Teil befindet sich eine kleine Schraube. Diese muss optimal justiert werden, damit das Nähen einwandfrei von Statten gehen kann.

Die Spulenkapsel mit unterem Fadenspanner

Woran erkennst Du die richtigen Einstellungen?

Die richtige Vorgehensweise beim Nähmaschine einstellen erkennst Du folgendermaßen: Setze die Spule zunächst in die Spulenkapsel ein. Danach musst Du den Unterfaden einfädeln. Halte nun nur noch die Kapsel und die Spule an der Fadenspitze fest.

Bewege anschließend Deine Hand ruckartig hoch und runter. Sollte sich die Kapsel nicht nach unten bewegen und den Faden abspulen, so ist die Fadenspannung zu stramm. Löse daher etwas die Schraube.

Fällt die Spulenkapsel hingegen zu schnell und nach nur wenigen Bewegungen in Richtung Boden, ist die Fadenspannung möglicherweise zu locker. Ziehe dann das Schräubchen etwas an.

Korrekterweise sollte sich die Spule bei jeder Abwärtsbewegung etwas abwickeln und dadurch die Kapsel samt Spule stückweise nach unten fallen lassen.

 

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