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Nähmaschine einfädeln


Zu den ersten Schritten des Nähens gehört das Nähmaschine einfädeln. Es ist eines der grundlegendsten Dinge, die Du auf dem Kasten haben solltest, wenn Du eine Nähmaschine richtig bedienen möchtest.

Damit Dir dies in Zukunft problemlos gelingt, findest Du hier die ultimative Anleitung, um das Garn in die Nähmaschine einfädeln zu können.

Im Video wurden alle Schritte, so wie sie in diesem Artikel behandelt werden, ausführlich beschrieben. Du hast die Wahl, ob Du Dich zurücklehnst und unserem Video zuhörst und zuschaust oder ob Du die Informationen besser durch das Lesen des Blogeintrags aufnehmen kannst. Die Entscheidung liegt einzig und allein bei Dir!


Nähmaschine einfädeln – Los geht’s!

Wir haben die unten folgende Beschreibung anhand der Singer Symphonie V durchgeführt. Es kann sein, dass bei Deiner Nähmaschine die Vorgehensweise etwas anders ist, wie vorgestellt. Die Abweichungen dürften allerdings nur minimal sein.

Ein kleiner Hinweis für Dich am Rande: Wir haben nicht immer die komplizierten Fachbegriffe verwendet, damit vor allem auch Einsteiger die Vorgehensweise leicht verstehen können.

ACHTUNG!

Schalte für die folgenden Arbeitsschritte die Nähmaschine vollkommen aus! Ansonsten bestünde die Gefahr einer Verletzung. Außerdem solltest Du bei Unsicherheiten immer die Bedienungsanleitung zur Hand haben und diese auch benutzen.


Vorbereitung – Das benötigst Du

Die untenstehende Aufzählung zeigt Dir, welche Utensilien Du für das Nähmaschine Faden Einfädeln benötigst.

  • Nähmaschine mit Aufspulautomatik
  • Nähgarn
  • (Leere) Spule
  • Nähnadel
Das wird zum Nähmaschine Einfädeln benötigt

Unterfaden aufspulen

Damit Du nähen kannst, benötigst Du mindestens zwei Fäden. Meistens wird der Oberfaden dazu verwendet, die leere Spule mit Garn aufzufüllen. Dieser Vorgang ist das Unterfaden Aufspulen. Die Spule dient dann als Unterfaden, der in das Spulengehäuse eingesetzt wird.

Bevor das aber getan werden kann, musst Du einige wenige, aber dafür wichtige Schritte und Aspekte beachten, ansonsten funktioniert das ganze Vorhaben nicht so, wie es sein sollte. Wie Du nun schrittweise vorzugehen hast, schauen wir uns nun gemeinsam an!

1. Schritt

Setze zu allererst die Garnrolle auf den sogenannten Garnrollenstift. Der Stab sollte sich nun in der Führung der Fadenrolle befinden.

Unterfaden aufspulen - Teil 1 von Schritt 2

2. Schritt

Füge anschließend, wenn vorhanden, eine Fadenablaufscheibe mit auf den Garnrollenstift, so dass die Nähgarnrolle nicht durch die einwirkenden Zugkräfte aus deren Halterung heraus gerissen werden kann.

Unterfaden aufspulen - Teil 2 von Schritt 2

3. Schritt

Folge nun den auf der Nähmaschine angebrachten Nummerierungen, falls vorhanden.

Unterfaden aufspulen - Teil 3 von Schritt 2
Unterfaden aufspulen - Teil 4 von Schritt 2
Unterfaden aufspulen - Teil 5 von Schritt 2

4. Schritt

Begonnen wird logischerweise mit der Nummer Eins. Dies ist in der Regel ein kleiner Haken, in den das Garn eingefädelt und somit zur Nummer Zwei umgeleitet wird.

Unterfaden aufspulen - Teil 6 von Schritt 2

5. Schritt

Angelangt bei Nummer Zwei, legst Du den Faden um einen Bolzen mit einer Art Unterlegscheibe und einem Federmechanismus. Diese Station dient dazu, den Faden perfekt für die Aufspulautomatik vorzubereiten und auszurichten.

Unterfaden aufspulen - Teil 7 von Schritt 2
Unterfaden aufspulen - Teil 8 von Schritt 2
Unterfaden aufspulen - Teil 9 von Schritt 2

6. Schritt

Stecke nun die leere Spule auf die Vorrichtung. Beim Einrasten solltest Du ein Klicken vernehmen können. Stecke nun die Fadenspitze von innen nach außen durch das Loch, das sich an der Seite der Spule befindet.

Halte das Garn so lange fest, bis Du das Pedal bereits seit einigen Sekunden bedient hast und alles weitestgehend fixiert wurde. Alternativ kannst Du auch einen Teil des Oberfadens im Uhrzeigersinn um die noch leere Spule wickeln. Davor drückst Du den Stift der Aufspulautomatik samt Spule nach rechts.

Unterfaden aufspulen - Teil 10 von Schritt 2

Grundposition

Unterfaden aufspulen - Teil 11 von Schritt 2

Erste Variante

Unterfaden aufspulen - Teil 12 von Schritt 2

Zweite Variante

7. Schritt

Betätige nun das Nähmaschinen-Pedal, bis die Spule genügen Faden aufgenommen hat.

Unterfaden aufspulen - Teil 13 von Schritt 2

Erste Variante beim Spulen

Unterfaden aufspulen - Teil 14 von Schritt 2

Zweite Variante beim Spulen

WICHTIG!

Manche Aufspulautomatik schaltet sich automatisch ab, wenn sich eine gewisse Menge an Garn auf der Spule befindet.


Oberfaden einfädeln

Der Oberfaden ist genauso wichtig, wie der Unterfaden. Das System funktioniert nur, wenn mindestens zwei Garnstränge vorhanden sind. Bei manchen Nähmaschinen-Typen können es sogar mehrere sein, beispielsweise ist damit die Overlock-Nähmaschine gemeint.

1. Schritt

Zu Beginn wird die Garnrolle auf den Garnrollenstift gesetzt.

Oberfaden einfädeln - Teil 1 von Schritt 3

2. Schritt

Falls ein Stopper bzw. eine Fadenablaufscheibe für den Oberfaden vorhanden sein sollte, bringe diesen dementsprechend an.

Oberfaden einfädeln - Teil 2 von Schritt 3

3. Schritt

Folge nun den Zahlen der Reihenfolge nach, die sich am Außengehäuse Deiner Nähmaschine befinden. Beginne typischerweise mit der Ziffer Eins. Du arbeitest Dich der aufsteigenden Nummerierung entlang, bis Du am Ende der Reihenfolge und letztendlich an der Nadel angekommen bist.

Oberfaden einfädeln - Teil 3 von Schritt 3

4. Schritt

Danach fädelst Du für gewöhnlich das Garn durch die obere Fadenführung.

Oberfaden einfädeln - Teil 4 von Schritt 3

5. Schritt

Nun folgt die vertikale Einführung des Nähgarns, in den Schlitz des Fadenspanners.

Oberfaden einfädeln - Teil 5 von Schritt 3

6. Schritt

Nachdem der Faden unten angekommen ist, machst Du mit dem Faden eine Kehrt und führst ihn dann wieder nach oben.

Oberfaden einfädeln - Teil 6 von Schritt 3

7. Schritt

Drehe mit Hilfe des Handrads den Fadengeber so weit, bis dieser aus dem Gehäuse austritt und es Dir dadurch möglich ist, den Faden richtig einzuführen.

Oberfaden einfädeln - Teil 7 von Schritt 3

8. Schritt

Nachdem Du den Faden geradewegs in Richtung Nähnadel geführt hast, ordne das Garn in den dafür vorgesehenen Haken ein.

Oberfaden einfädeln - Teil 8 von Schritt 3
Oberfaden einfädeln - Teil 9 von Schritt 3

9. Schritt

Zu guter Letzt fädelst Du den Zwirn durch das Nadelöhr. Teilweise haben einige Nähmaschinen einen Nadeleinfädler. Ansonsten muss man mit etwas Geschick das Nähgarn in die Nähmaschine einfädeln, besser gesagt in die Nadel. Danach führst Du den Faden durch den Schlitz des Nähmaschinen-Fußes von vorne nach hinten.

Oberfaden einfädeln - Teil 10 von Schritt 3
Oberfaden einfädeln - Teil 11 von Schritt 3
TIPP!

Hast Du Probleme beim Nähmaschine Einfädeln, weil die Fadenspitze aufgedröselt ist? Dann nehme entweder eine Schere und schneide ein kurzes Stück ab oder feuchte den Garnanfang etwas an.


Unterfaden einfädeln

Lege zu Beginn die mit Garn gefüllte Spule in die Spulenkapsel. Achte auf mögliche Markierungen auf der Spule. Teilweise muss bei diesen auf eine bestimmte Seite geachtet werden. Bei falschem Einlegen wird der Nähvorgang womöglich nicht einwandfrei funktionieren. Werfe deshalb einen Blick in die Bedienungsanleitung Deiner Nähmaschine.

Spulenkapsel mit Spule

Anschließend ziehst Du etwas Garn von der Spule ab und ziehst dieses Stück in den Spalt der Spulenkapsel. Das machst Du soweit, bis das Nähgarn komplett durch den Schlitz gezogen wurde und Du dadurch ein leichtes Klicken des Fadens vernehmen kannst.

Spule mit Garn in der Spulenkapsel

Am Ende musst Du nur noch die Spulenkapsel in das Spulengehäuse einsetzen. Achte dabei auf das korrekte Wiedereinsetzen. Wie Du nun den Faden nach oben holen kannst, wird Dir im nächsten Schritt erklärt.

Einsatzbereite Spulenkapsel
Der Hebel der Spulenkapsel
Eingesetzte Spulenkapsel mit Spule im Spulengehäuse der Nähmaschine

Unterfaden hochholen

Sobald Du den Oberfaden und Unterfaden in die Nähmaschine eingefädelt hast, ist es nun Zeit, den letzten Schritt zu erledigen. Der Oberfaden ist, nachdem Du diesen, wie oben beschrieben, in die Nähmaschine eingefädelt hast, einsatzbereit. Dennoch fehlt nach wie vor der Unterfaden, damit eine tadellose Naht gesetzt werden kann. Dazu drehst Du einfach das Handrad in Richtung Deines Körpers.

Anfang der Schlaufe
Fortgeschrittene Schlaufe
Endstufe der Schlaufe um den Unterfaden

Nach ein paar Handgriffen sollte der Unterfaden aus dem Gehäuse austreten. Ziehe dann einfach etwas am Ende des Oberfadens, dass dadurch der Unterfaden mitgezogen wird. Benutze dann einen flachen Gegenstand und ziehe beide Zwirnstränge nach hinten, damit der Nähvorgang reibungslos von Statten gehen kann.

Verknüpfter Oberfaden und Unterfaden
Hochgeholter Unterfaden

Nähmaschine Faden einfädeln – Hat alles funktioniert?

Solltest Du beim Nähmaschine einfädeln alles richtig gemacht haben, so muss der Betrieb der Nähmaschine reibungslos funktionieren und die Naht sollte sauber und gleichmäßig aussehen. Bist Du Dir vor allem noch am Anfang unsicher, ob Du die Anweisungen korrekt umgesetzt hast, dann nimm ein Stoffteil zur Hand und teste dann, ob alles wunderbar geklappt hat.

 

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