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Nähen für Anfänger – Die Basics


In diesem Blogeintrag geht es um das Nähen für Anfänger – Die Basics. Jeder Mensch, der sich einem neunen Bereich in seinem Leben widmet, muss Zeit und Fleiß in diese Sache investieren, wenn gute Ergebnisse erzielt werden sollen. So ist es auch bei der Nähmaschine.

Vor allem Einsteigern fällt es schwer, zu Beginn mit allen Schaltern, Hebeln und Einstellungen klar zukommen. Sehr viele Fachbegriffe verschlimmern zusätzlich die Situation, als dass sie etwas verbessern würden. Dabei ist das Nähen eigentlich recht simpel.

Versteht ein Anfänger einmal die Funktion und die Technik, die sich hinter solch einer Nähmaschine verbergen, ist die ganze Sache halb so schlimm. Mit ein bisschen Übung und unserem Basics-Lexikon wird sich dann alles wunderbar fügen.

Nähen für Anfänger Blogartikel

Nähen für Anfänger – Welche Bestandteile sind für Dich wichtig?

Beginnen wir nun, die wichtigsten Bestandteile einer Nähmaschine in ihren Funktionen zu unterscheiden:

Ein- und Ausschalter

Der Ein-und Ausschalter ist wie bei jedem anderen elektrischen Gerät dafür zuständig, das Gerät betriebsbereit zu machen. Da heutzutage ausschließlich strombetriebene Nähmaschinen produziert und verkauft werden, ist der Hebel standardmäßig verbaut.

Ein- und Ausschalter an der Seite der Nähmaschine

Garnrollenstift und Fadenablaufscheibe

Der Garnrollenstift führt die Garnrolle, genauer gesagt den Oberfaden. Der Stopper, oder auch Fadenablaufscheibe genannt, sorgt dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und dass das Abwickeln des Fadens für das Nähen und das Aufspulen reibungslos funktioniert.

Garnrollenstift und Fadenablaufscheibe einer Nähmaschine

Die Spule, die Spulenkapsel und das Spulengehäuse

Die Spule ist die Ergänzung zum Oberfaden. Daher wird sie auch als Unterfaden bezeichnet. Wichtiges Basic, das ein Nähanfänger wissen sollte, ist die Tatsache, dass eine Naht nur entstehen kann, wenn mindestens zwei Garnstränge vorhanden sind.

Was wissenswert beim Nähen für Anfänger ist, betrifft das richtige Einsetzen und auch Zusammensetzen der einzelnen Bestandteile. Die Spule wird zuerst in die Kapsel gesetzt. Anschließend werden beide in das Spulengehäuse eingefügt. Dabei muss die Nase der Spulenkapsel in die dafür vorgesehene Einbuchtung des Gehäuses passen.

Die Spule und die Spulenkapsel
Das Spulengehäuse der Maschine

Haken und Ösen

Damit das Nähgarn ohne große Reibung und Schäden an der Nadel ankommt, gibt es einige Ösen und Haken, die meistens an der Hülle der Nähmaschine befestigt sind. Der Fadengeber zählt ebenfalls zu dieser Beschreibung. Er unterscheidet sich allerdings in einer Sache von Grund auf. Der Fadengeber ist eines der wenigen beweglichen Teile, das als Haken oder Öse fungiert.

Haken und Ösen an der Nähmaschine

Handrad

Das Handrad dient dazu, die Nähnadel manuell per Hand zu betätigen. Dabei wird, genauso wie beim automatischen Nähvorgang, Faden abgespult. Teilweise musst Du das Rad bedienen, um beispielweise den Unterfaden hochholen zu können.

Handrad an der Seite der Maschine

Aufspulautomatik

Die Aufspulautomatik ist eines der hilfreichsten Tools, die es an einer Nähmaschine gibt. Wie Du bereits erfahren hast, benötigst Du für eine funktionierende Naht zwei Fadenstränge. Weil die Spule meistens kleiner ausfällt, ist diese auch in absehbarer Zeit ebenso schnell leer.

Falls Dir dies passiert, kannst Du die Garnrolle zur Hand nehmen und einen gewissen Teil auf die Spule übertragen. Falls Du wissen möchtest, wie Du den Unterfaden aufspulen musst, haben wir gesondert einen Blogeintrag zum Thema erstellt.

Die Aufspulautomatik der Nähmaschine

Stichmuster

Das Thema der Stichmuster gehört ganz klar zu den Nähen für Anfänger-Basics. Es gibt viele verschieden Programme, für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Das Stichmuster verkörpert sozusagen die Naht. Beispielsweise gibt es den Steppstich, Zickzackstich oder den Überwendlichstich.

Mit einem Stellrad an der Nähmaschine kannst Du zwischen den einzelnen Varianten entscheiden. Hier können Einsteiger herumexperimentieren und bereits erste Erfahrungen sammeln.

Stellrad für das Stichmuster

Stichlänge

Anhand der Stichlänge kannst Du entscheiden, wie groß die Strecke zwischen zwei Verknüpfungspunkten der Naht sein soll. Die vom Hersteller empfohlenen Einstellungen:

      • 0 bis 1 = Knopflochnähen
      • 2 = Dünnere Stoffe
      • 2 bis 4 = Stärkere Stoffe
      • Alles darüber hinaus = Für Heftstich oder Kräuselstich.
Stellrad für die Stichlänge

Die zwei Fadenspanner

Der erste Fadenspanner – für den Oberfaden – befindet sich kurz vor dem Fadengeber. Diesen kannst Du anhand von zwei eng gegenüberliegenden Metallplatten erkennen. Sie sorgen dafür, dass das Garn nicht zu schlaff geführt wird. Allerdings darf die Fadenspannung auch nicht zu stramm sein, ansonsten könnte der Faden reißen. Falls Du hier Probleme haben solltest, empfehlen wir Dir unser Blogeintrag Nähmaschine-Oberfaden reißt – Was nun?

Der zweite Fadenspanner befindet sich an der Spulenkapsel. Dieser sorgt ebenfalls dafür, dass die einwandfreie Führung des Unterfadens gewährleistet wird. Auch hier darf die Spannung nicht zu stark sein. Wie Du die richtige Fadenspannung einstellst, erfährst Du in dem Blogeintrag Nähmaschine einstellen.

Oberer Fadenspanner
Unterer Fadenspanner

Vernähtaste

Die Vernähtaste wird am Anfang und Ende einer Naht gesetzt. So wird verhindert, dass die Naht wieder aufgeht.

Die Vernähtaste zum Sichern der Naht

Beleuchtung

Bei einer bereits integrierten Lampe ist die Helligkeit das A und O. Auch blendfrei sollte sie sein. Dadurch kannst Du sehen, in welche Richtung Du nähen musst und ein stressfreies Arbeiten ist ebenso möglich.

Ausgeschaltete Beleuchtung
Eingeschaltete Beleuchtung

Nähnadel

Die Nähnadel ist grundsätzlich das Werkzeug, mit dem wir das Gewebe direkt bearbeiten. Ohne eine Nadel wäre es schier unmöglich, eine Naht zu setzen.

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Für normale Arbeiten, wie beispielsweise ein Nadelkissen nähen, ist die vormontierte Nähnadel völlig ausreichend. Möchtest Du aber dicken Stoff nähen oder gar Leder, so musst Du stabileres Werkzeug einsetzen.

Bei vielen Nähmaschinen sind bereits einige Varianten an Nadeln im Zubehör enthalten.

Die Nähnadel

Einfädler

Damit vor allem das Nähen für Anfänger erleichtert wird, gibt es den so genannten Einfädler. Er befindet sich seitlich versetzt und etwas oberhalb von der Nähnadel. Bei Betätigen des kleinen Hebels, wird die Vorrichtung nach unten gedrückt. Danach legst Du das Garn um einen kleinen Haken und hältst den Fadenstrang direkt vor das Nadelöhr. Ein kleiner Haken wird sich dann das Garn schnappen und zieht dieses durch das Nadelöhr. Danach musst Du nur noch die bereits durchgefädelten Schnur herausziehen und bist fertig.

Nicht nur für Anfänger ist ein Einfädler geeignet und vorgesehen. Er ist auch eine große Hilfe für langjährige Nähprofis, da vor allem Zeit eingespart werden kann!

Bevor die Einfädelhilfe zum Einsatz kommen kann, musst Du das Garn durch alle Ösen, Haken und Schlaufen führen. Wie das funktioniert, erfährst Du zusätzlich bei uns. Wir haben Dir extra eine Schritt für Schritt Anleitung Namens Nähmaschine einfädeln hinterlegt.

Der Einfädler im Einsatz

Nähfuß

Der Nähfuß dient dazu, den Werksstoff auf den Transporteur zu pressen und das Gewebe an Ort und Stelle zu halten. Durch das herunterklappen des Nähfußhebels, bewegt sich der Nähfuß nach unten und erst dann kann das Nähen beginnen. Vergisst Du jedoch diesen Arbeitsschritt, so wird keine Naht entstehen.

Der Nähfuß in unterster Position

Nähmaschinen-Pedal

Mit dem Nähmaschenpedal bestimmst Du die Geschwindigkeit des Nähvorgangs. Da es hier in aller erster Linie um das Nähen für Anfänger geht, ist es zu empfehlen, das Pedal nicht gleich vollkommen durchzudrücken. Also nicht nach dem Motto: „Put the pedal to the metal!“. Entwickle ein gewisses Gefühl für die Dosierung der Geschwindigkeit.

Ein schwarzes Nähmaschinen-Pedal

Anschiebetisch mit Zubehörbox und Zubehör

Der Anschiebetisch ist eine meist vormontierte Arbeitsunterlage, in Form eines Behältnisses. Das dient meist dazu, eine erweiterte Arbeitsfläche zu schaffen und zugleich eine Aufbewahrungsbox für Zubehör darzustellen. Diesen Teil der Nähmaschine kann man ohne weitere Probleme entfernen, um beispielsweise einen engen Ärmel für Kinder zu nähen.

Anschiebetisch mit Zubehörbox und Zubehör

Fadenabschneider

Der Fadenabschneider ist ein sehr hilfreiches und ein schnell nutzbares Werkzeug, wenn Du nicht immer extra die Schere zur Hand nehmen möchtest. Der Abschneider befindet sich meistens an der Seite der Nähmaschine. Die integrierte Klinge lässt sich bei Stumpfheit in den aller meisten Fällen ganz einfach auswechseln. Durch einen Klingenschutz sollen Verletzungen verhindert werden.

Der seitliche Fadenabschneider

Tragegriff

Der Tragegriff an einer Nähmaschine ist sehr nützlich. Dadurch ist es möglich, das Gerät ohne große Mühe und total bequem von einem zum anderen Ort tragen zu können.

Der Tragegriff der Nähmaschine

Abdeckhaube

Sie sorgt für den Schutz vor Staub und anderen Einflüssen. Dadurch wird der Wert Deiner Nähmaschine bestmöglich erhalten.

Die Abdeckhaube für die Nähmaschine

Nähen für Anfänger – Nur aus Fehlern lernt man!

Das Nähen für Anfänger, ist nicht immer ganz einfach. Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Nähen ist der Spaß und der Wille, die Thematik zu erlernen. Denn nur, wer etwas wirklich mag, verbringt auch seine wertvolle und kostbare Zeit an dieser Sache. Folgendermaßen ist es für diese Person keine verschwendete Zeit, sondern ganz im Gegenteil – sie liebt das, was sie macht! Und vor allem zu Beginn wird einiges schief gehen. Das ist aber nicht schlimm, denn wie heißt es immer so schön: Aus Fehlern lernt man!

 

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