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Knopfloch nähen: Anleitung mit und ohne Knopflochfuß


In unserem heutigen Blogartikel geht es darum, wie Du optimaler Weise ein Knopfloch nähen solltest. Dabei wird auf die zwei Varianten, einmal mit und einmal ohne Knopflochfuß, eingegangen. Dadurch ist es Dir möglich, auch ohne einen Knopflochsteppfuß und mit einem normalen Nähfuß, ein sauberes Knopfloch zu nähen.

Viel Spaß beim Lesen unserer Schritt für Schritt Anleitung über das Thema Knopfloch nähen!


Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Knopfloch zu nähen. Die Wahl der zwei Vorgehensweisen hängt davon ab, ob Deine Nähmaschine über einen Knopflochfuß verfügt oder nicht.

Solltest Du einen speziell für dieses Vorhaben angefertigten Nähfuß haben, so wird Dir eine Menge Arbeit abgenommen und das Nahtbild sieht logischerweise meistens besser aus, als wenn man alles per Augenmaß abschätzt. Nichtsdestotrotz ist es Dir dennoch möglich, auch von Hand und per manueller Bedienung, ein klasse Ergebnis zu erzielen.

Knopfloch in grauem StoffLass und also keine Zeit mehr verlieren und sofort loslegen. Ach übrigens: Du kannst Dir jetzt eine der beiden Varianten aussuchen, die für Dich in Frage kommt und die andere Methode einfach überspringen. Wir beginnen mit dem Knopfloch Nähen mit Knopflochfuß. Danach erfährst Du alles über das Knopfloch Nähen mit dem normalen Nähfuß.

ACHTUNG!

Es können Unterschiede zwischen einzelnen Modellen und Herstellern auftreten. Beachte deshalb die Anweisungen des Herstellers Deiner Nähmaschine.


Knopfloch nähen mit Knopflochfuß – Die automatische Variante

Was benötigst Du?

  • Eine Nähmaschine (mit Knopflochstich, zum Beispiel die Singer 8280)
  • Garn (teilweise gibt es auch spezielles Knopflochgarn, was allerdings nicht absolut relevant ist)
  • Knopflochfuß
  • Einen Knopf
  • Einen Nahttrenner
  • Schneiderkreide oder einen beliebigen Stift
  • Stoff
  • (Vlieseline zur Verstärkung der Stoffe, wie feine und dehnbare Materialien)

Vorgehensweise

Folge nun dieser Schritt für Schritt Anleitung. Überspringe keine Schritte, sondern folge den Anweisungen!

  1. Nähfuß und Knopf zur Hand nehmen.
  2. Knopf in Deinen Knopflochfuß einfügen.
  3. (Vlieseline auf die linke Stoffseite kleben).
  4. Länge des Knopfloches auf der linken Seite des Gewebes mit einer Schneiderkreide oder eines handelsüblichen Stifts markieren.
  5. Normalen Steppfuß von der Nähmaschine entfernen.
  6. Knopflochfuß einsetzen.
  7. Die untere Markierung des Stoffs exakt an der Markierung des speziellen Nähfußes positionieren. Die linke Seite muss sichtbar sein, also den Stoff mit der rechten Seite auf die Nähmaschine legen.
  8. Stelle nun Deine Nähmaschine auf den Knopflochstich um, falls noch nicht geschehen.
  9. Knopflochhebel vollständig herunterlassen. Dieser befindet sich meistens links oben, neben der Nähfußstange. Achte unbedingt darauf, dass der Knopflochhebel am Knopflochfuß anschlägt.
  10. Nun kannst Du das Pedal betätigen und somit mit dem Knopfloch Nähen beginnen.
  11. Benutze nun den Nahttrenner, um auf der rechten Seite des Gewebes den Schlitz zu bilden. Achte aber dabei unbedingt darauf, die Naht nicht zu verletzen!
  12. Nun ist das Knopfloch fertig und einsatzbereit.


Knopfloch nähen mit normalem Nähfuß – Die manuelle Methode

Was benötigst Du?

  • Eine Nähmaschine
  • Garn (es gibt auch Knopflochgarn, ist allerdings kein absolutes Muss)
  • Normaler Steppfuß
  • Einen Knopf
  • Einen Nahttrenner
  • Schneiderkreide oder beliebigen Stift Deiner Wahl
  • Stoff
  • (Vlieseline zur Verstärkung feiner, dünner und dehnbarer Stoffe)

Vorgehensweise

  1. Stoff zur Hand nehmen.
  2. Knopf genau abmessen.
  3. Suche Dir zuerst eine nach Deinen Wünschen beliebige Stelle auf Deinem Werkstück aus. Danach markierst Du Dir den Knopfmittelpunkt auf dem Gewebe. Anschließend gehst Du von dem mittigen Punkt aus und markierst Dir von diesem den Radius des Knopfs.
  4. Platziere den Stoff zunächst mit der oberen Markierung an der Markierung des Nähfußes. Der erste Einstich sollte dann an der gewünschten Stelle auf dem Gewebe sein.
  5. Stelle den Zickzackstich Deiner Nähmaschine ein.
  6. Dabei solltest Du eine Stichlänge von nahezu 0 oder ein Knopflochsymbol an Deiner Nähmaschine auswählen.
  7. Stelle die Stichbreite auf die maximale Stufe ein. In den meisten Fällen entspricht das der Stufe 5.
  8. Nähe nun ein kleines Stück vorwärts, sodass eine breite, aber dennoch kurze Naht entsteht.
  9. Drehe nun die Nadel mit Hilfe des Handrads nach oben, bis sie den oberen Totpunkt knapp überwunden hat.
  10. Stelle jetzt die Stichbreite auf etwa 2.
  11. Drehe die Nadel noch weiter runter, bis kurz vor dem Einstechen im Stoff.
  12. Hebe nun leicht den Nähfuß an und achte darauf, dass die Nadel wieder an dem Punkt einstechen wird, an dem sich die Kante der vorhin erstellten Naht befindet.
  13. Nähe nun mit diesem Nähvorgang runter, bis zum Anfang der nächsten Markierung.
  14. Unten angekommen, bediene erneut das Handrad, sodass sich die Nadel wieder in rechter Position befindet.
  15. Stelle nun wieder die Stichbreite auf 5.
  16. Hebe den Nähfuß etwas an, sodass die Nadel im nächsten Schritt an der rechten Kante einstechen wird.
  17. Bediene das Nähmaschinenpedal kurz, dass wenige Stiche durchgeführt werden und dadurch eine kurze, aber dennoch breite Naht entsteht.
  18. Lasse die Nähnadel eingestochen.
  19. Hebe den Nähfuß an und drehe den Stoff um 180°.
  20. Lasse den Nähfuß wieder herab.
  21. Bediene zum dritten Mal das Handrad, dass die Nadel wieder in die rechte Position fährt. Aber noch nicht einstechen.
  22. Stelle nun wieder die Stichbreite auf 2.
  23. Hebe den Nähfuß leicht an und achte darauf, dass die Nähnadel an der Kante der davor hergestellten Naht einstechen wird.
  24. Nähe nun wieder geradlinig nach unten bis zur Naht, die wir zu aller erst erstellt haben.
  25. Bediene nun für wenige Stiche die Rückwärtsnähtaste, sobald Du die untere Kante der ersten Naht erreicht hast, damit sich die Naht nicht mehr so schnell lösen kann. Lasse sie dann los und gehe den Weg wieder ohne der Rückwärtsnähtaste zurück zum Endpunkt.
  26. Schneide nun den Oberfaden und Unterfaden relativ knapp ab.
  27. Durchtrenne nun den Stoff zwischen den Nähten auf der rechten Seite mit dem Nahttrenner. Achte dabei unbedingt auf die Nähte, da diese unter keinen Umständen verletzt werden dürfen.
  28. Fertig ist Dein eigenhändig erstelltes Knopfloch.


Fazit

Wie Du nun Dein Knopfloch nähen möchtest bleibt ganz Dir überlassen. Wir haben Dir oben die zwei Methoden und Vorgehensweisen aufgezeigt, wie Du in den unterschiedlichen Szenarien, also mit und ohne Knopflochfuß, vorgehen solltest.

Deutlich einfacher geht es logischerweise mit einer Knopflochfunktion an Deiner Nähmaschine, die die Arbeit für Dich in Nullkommanichts erledigt hat. Allerdings ist das manuelle Knopfloch Nähen auch kein Hexenwerk oder ein Akt, den nur Profis durchführen können. Natürlich erfordert die manuelle Variante etwas Übung, allerdings ist es nicht so schwer wie es den Anschein macht oder einige Personen erzählen.

Befolge ganz einfach unseren Schritt für Schritt Anleitungen und Dir sollte eine ordentliche Naht, in beiden Fällen, gelingen.

Viele verschiedene Knöpfe in einer Box

 

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